Jahresklar

Fragen

Brauche ich eine doppelte Buchhaltung?

Nach Artikel 957 OR gilt die Pflicht zur Buchführung und Rechnungslegung für Einzelunternehmen ab einem Umsatzerlös von CHF 500'000 im letzten Geschäftsjahr. Darunter genügen Einnahmen, Ausgaben und die Vermögenslage. Eine kaufmännische Buchführung ist darunter freiwillig möglich. Jahresklar stellt für Ihren Betrieb nicht fest, welche Stufe gilt.

Was ist eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung?

Sie stellt die Einnahmen den Ausgaben eines Zeitraums gegenüber. Artikel 957 Absatz 2 OR beschreibt für kleinere Einzelunternehmen genau diese Aufzeichnung, zusammen mit der Vermögenslage. Sie ist nicht dasselbe wie eine Bilanz und Erfolgsrechnung nach Artikel 958 ff. OR.

Was muss ein Schweizer Einzelunternehmen festhalten?

Mindestens die Geschäftsvorfälle, die für Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage nötig sind, mit Belegen und während zehn Jahren. Ab der Umsatzschwelle gelten die weiteren Vorschriften des Rechnungslegungsrechts. Für die direkte Bundessteuer kommen die Beilagen nach Artikel 125 DBG dazu.

Was zählt als Geschäftseinnahme?

Artikel 18 DBG nennt alle Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit, einschliesslich Kapitalgewinne auf Geschäftsvermögen. Ob eine konkrete Einnahme dazu gehört, hängt vom Sachverhalt ab.

Was zählt als Geschäftsausgabe?

Artikel 27 DBG lässt geschäfts- oder berufsmässig begründete Kosten zum Abzug zu. Ein Eintrag in Jahresklar bestätigt den Abzug nicht.

Was sind Privatentnahmen?

Beträge oder Werte, die Sie aus dem Betrieb für private Zwecke entnehmen. Sie sind bei vereinfachter Buchführung gesondert auszuweisen. Geldentnahmen sind keine gewöhnlichen Geschäftsausgaben und senken in Jahresklar den Gewinn nicht.

Was sind Privateinlagen?

Mittel, die Sie aus dem Privatvermögen in den Betrieb geben. Sie sind kein Geschäftsertrag. Artikel 125 DBG verlangt, dass sie bei vereinfachter Buchführung ausgewiesen werden.

Wie funktioniert Geschäftsvermögen?

Nach Artikel 18 Absatz 2 DBG gelten Vermögenswerte als Geschäftsvermögen, wenn sie ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen. Die Zuordnung eines gemischt genutzten Gegenstands trifft Jahresklar nicht.

Was gilt für Abschreibungen?

Artikel 28 DBG lässt geschäftsmässig begründete Abschreibungen zu, wenn sie verbucht oder in einer Abschreibungstabelle festgehalten sind. Die Normalsätze stehen im Merkblatt A/1995 der ESTV und sind Prozente des Buchwerts. Kantone können eigene Verfahren haben, wenn sie über die Zeit zum gleichen Ergebnis führen.

Was gilt, wenn ich mehrwertsteuerpflichtig bin?

Dann beeinflusst die Mehrwertsteuer, ob Beträge netto oder brutto in der Jahresrechnung stehen. Jahresklar führt keine Mehrwertsteuerabrechnung. Die Pflicht selbst richtet sich nach dem Mehrwertsteuergesetz, nicht nach dem Kanton.

Was ist die Saldosteuersatzmethode?

Sie rechnen mit einem festen, reduzierten Steuersatz ab, den die ESTV für Ihre Tätigkeit bewilligt. Die Steuer wird auf dem Umsatz einschliesslich Steuer berechnet, ohne die Vorsteuer einzeln zu ermitteln. Auf Kundenrechnungen steht der gesetzliche Satz. Die Methode ist an Umsatz- und Steuergrenzen gebunden und nicht für alle steuerpflichtigen Personen offen. Jahresklar übernimmt den Satz nicht und erstellt keine Mehrwertsteuerabrechnung.

Muss ich Belege aufbewahren?

Ja. Artikel 957a OR verlangt einen Beleg für den Geschäftsvorfall. Aufbewahrt wird zehn Jahre, nach Artikel 958f OR und Artikel 125 Absatz 3 DBG.

Wie lange sind Unterlagen aufzubewahren?

Zehn Jahre. Die Frist des Obligationenrechts beginnt mit dem Ablauf des Geschäftsjahres.

Kann ich Jahresklar für die Steuererklärung verwenden?

Sie können die Aufstellung als Vorbereitung beilegen oder Ihrer Treuhandstelle geben. Sie ersetzt weder den Fragebogen 15 oder 15a der ESTV noch das Formular Ihres Kantons und ist keine unterzeichnete Jahresrechnung im Sinn des Gesetzes.

Ist Jahresklar amtlich anerkannt?

Nein. Jahresklar ist kein Angebot des Bundes, der ESTV oder eines Kantons und ist von diesen Stellen nicht genehmigt.

Werden meine Daten online gespeichert?

Nein. Die Jahresrechnung bleibt im lokalen Speicher Ihres Browsers. Es gibt kein Konto und keine Datenbank für Ihre Zahlen.

Kann meine Treuhandstelle das PDF verwenden?

Ja, als geordnete Zusammenstellung der Angaben, die Sie eingetragen haben. Es ist eine Vorbereitungsunterlage und kein Ersatz für eine Prüfung durch die Treuhandstelle.

Kann ich das Werkzeug ausserhalb von Zug verwenden?

Ja. Die Buchführungsschwelle und die Beilagen zur direkten Bundessteuer gelten eidgenössisch. Den Hinweis zum Zuger Formular sehen Sie nur, wenn Sie den Kanton Zug wählen. Für andere Kantone prüfen Sie die eigene Wegleitung.